Rügen mit dem Rasenden Roland erleben

Der Rasende Roland und seine faszinierende Geschichte

Wer sich dazu entschließt, seinen Urlaub auf der Insel Rügen zu verbringen, sollte dabei auf alle Fälle eine Fahrt mit dem Rasenden Roland unternehmen. Der dampfende Zug ist weit über die Grenzen der Insel bekannt und zieht bei einer Fahrt nicht nur Touristen, sondern selbst die Bewohner der Insel immer wieder in seinen Bann. Doch warum gibt es den Rasenden Roland, woher hat er seinen Namen und was macht ihn so besonders?

Dampflok Rasender Roland auf der Fahrt durch Rügen
An der Dampflok erfreuen sich die Herzen von Nostalgikern.
Bildquelle: hpgruesen / Pixabay.com

So ist der Rasende Roland entstanden

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die große Zeit der deutschen Eisenbahn. In mehreren Jahrzehnten wurde ein entsprechendes Netz errichtet, das sich über weite Landesteile des deutschen Reichs erstreckte. Davon ausgenommen waren jedoch abgelegene Landesteile, zu denen auch Rügen gehörte.
Diese hatten daraufhin große Sorge, den wirtschaftlichen Anschluss an zentralere Regionen zu verlieren. Deshalb begannen sie damit, ihre eigenen Eisenbahnstrecken zu errichten. Rückenwind bekamen sie durch das sogenannte „preußische Kleinbahngesetz“, dass 1892 in Kraft trat und den Bau von Eisenbahnen mit verschiedenen Spurweiten deutlich erleichterte. Die Rügensche Kleinbahn-Aktiengesellschaft eröffnete ihren ersten Streckenabschnitt schließlich im Jahr 1895. Die Strecke führte dabei von Putbus nach Binz und auch wieder zurück.
Heute fährt der Rasende Roland noch zwischen Putbus und Göhren. Auf der Strecke liegen die wichtigsten Seebäder der Insel wie beispielsweise Binz und Sellin. Wer seinen Urlaub auf Rügen verbringen möchte, ist gut damit beraten, ein Schnäppchenportal wie beispielsweise „Mein Deal“ zu besuchen und sollte dort nach den besten Reisedeals Ausschau halten. Denn oftmals befinden sich darunter auch Pauschalangebote auf die Ferieninsel Rügen, bei denen sogar eine Fahrt mit dem Rasenden Roland integriert ist.

Ein Stück pure Nostalgie

Heutzutage ist eine Fahrt mit dem Rasenden Roland pure Nostalgie und neben dem Fahrrad die angenehmste Möglichkeit zur Erkundung der Insel. Die Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 Millimetern führt die Mitreisenden dampfend durch zahlreiche Wiesen und Wälder und die lange Geschichte der Bahn lässt sich bei der Fahrt nahezu spüren. Die Bewohner sind stolz darauf, dass der Rasende Roland nach wie vor in Betrieb ist und damit einen Teil der Geschichte Rügens bewahrt.
Zu verdanken ist dies vor allem der Rügenschen Bäderbahn, die das Netz seit dem Jahr 2008 betreibt. Die Betreiber sorgen immer wieder mit frischen Ideen dafür, dass der Dampfzug weit mehr als nur ein Transportmittel ist und zu einem der größten Attraktionen auf der Insel zählt.

Bewegte Jahre für den Rasenden Roland

Das war nicht immer so. Denn der Rasende Roland hat seit seiner Entstehung vor mittlerweile mehr als 120 Jahren eine bewegte Geschichte hinter sich. Zunächst kristallisierte sich die Fahrt von Putbus nach Göhren als die wirtschaftlichste Strecke innerhalb des Netzes heraus. Schnell wurde den Betreibern klar, dass hier ursprünglich zu knapp kalkuliert wurde. Deshalb wurde die Infrastruktur im Laufe der Jahre weiter ausgebaut und neue größere Fahrzeuge angeschafft.
Von der beschaulichen Bäderstrecke, wie man sie heute kennt, war damals noch nicht viel zu erkennen. Die Personenzüge der Kleinbahn waren oftmals überlastet und zusätzlich waren meistens auch noch ein paar Güterwaggons angehängt. Mit Beginn des ersten Weltkriegs ging die erste große Blütezeit zu Ende.
Was folgte, waren sehr schwierige Jahre für die Bahn, bedingt durch die Inflation nach dem ersten Weltkrieg, die große Weltwirtschaftskrise in den späten 1920er-Jahren und schließlich dem Beginn des Nationalsozialismus. Denn die Nazis ließen sich nicht lange Zeit mit der Enteignung der vielen eigenständigen Kleinbahnbetriebe.
Aufwind für die Strecke brachte erst wieder der langsam einsetzende Tourismus, der etwa ab Mitte der 1950er-Jahre begann. Doch die Freude wehrte nicht allzu lange. Denn der Güterverkehr verlegte sich immer mehr auf die Straße und auch die Touristen wollten die Fahrt nicht mehr mit der veralteten Bahn antreten. So sollte der Rasende Roland eigentlich 1976 seine letzte Reise antreten. Doch Nostalgiker und Eisenbahnfreunde konnten die Einstellung des Betriebs verhindern und versuchten die Strecke in den nächsten beiden Jahrzehnten mit bescheidenen finanziellen Mitteln zu bewahren.
1994 gelangte die Strecke in die Verwaltung der DBAG (Deutsche Beteiligungs AG), die jedoch kein Interesse an der Fortführung dieser für sie unwirtschaftlichen Strecke hatte. Eine Weiterführung war deshalb nur möglich, wenn sich ein privater Betreiber dazu bereit erklären würde. Dieser wurde 1996 in Form der neugegründeten „Rügensche Kleinbahn GmbH“ gefunden, die in weiterer Folge umfangreiche Investitionen vornahm und so den Betrieb in der heutigen Form ermöglichte. Der letzte Betreiberwechsel erfolgte wie bereits erwähnt im Jahr 2008.

Woher hat der Rasende Roland seinen Namen?

Wer seinen Urlaub auf Rügen verbringt und auf die Kleinbahn aufmerksam wird, fragt sich wahrscheinlich, woher der Zug seinen ausgefallenen Namen hat. Die Ursprünge darauf gehen in die 1960er-Jahre zurück.
Viele der Bergleute aus Wismut, die sogenannten Wismut-Kumpels, verbrachten damals ihren Urlaub auf Rügen, um sich von den Strapazen der Bergarbeit zu erholen. Roland gilt als Schutzpatron der Bergarbeiter. Weil sie sich bei der Beförderung mit dem Zug besonders sicher fühlten, tauften sie ihn einfach auf den Namen ihres Schutzpatrons.
Das „rasend“ dürfte hingegen bei der Reisegeschwindigkeit des Zuges eher ironisch gemeint gewesen sein. Große Gefahr, dass die Frisur während der Fahrt mit dem Rasenden Roland durcheinandergewirbelt wird, besteht bei der heutigen Reisegeschwindigkeit von durchschnittlich 30 Stundenkilometer nämlich nicht. Und in den 1960er-Jahren war Roland sogar noch etwas langsamer unterwegs.

Was kostet die Fahrt mit dem Rasenden Roland?

Die einfache Fahrt von Putbus nach Göhren kostet beispielsweise 12 Euro. Wer ein wenig Zeit im Rasenden Roland verbringen möchte, ist jedoch mit einer Tageskarte für 25 Euro besonders gut beraten. Sie gilt in allen Zügen zwischen Putbus und Göhren an dem Tag, an dem sie gelöst wurde und berechtigt zum jederzeitigen Ein- und Ausstieg.
Der Rasende Roland kann aber auch zur Gänze oder waggonweise exklusiv gebucht werden, um beispielsweise seinen Geburtstag dort zu feiern oder einen Tag mit Geschäftspartnern in angenehmer Atmosphäre zu verbringen. Die Preise hierfür sind individuell und telefonisch oder per E-Mail bei den Betreibern zu erfragen.

 

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